Verein für betreuten Umgang e.V. Berlin

Geschichte des VbU e.V.


Gegründet: 1999

Der Verein für betreuten Umgang e.V. (VbU) ist ein junger, gemeinnütziger Verein, der von erfahrenen PädagogInnen und PsychologInnen gegründet wurde.
Anlass der Gründung des VbU war das neue Kindschaftsrecht, insbesondere die Neugestaltung des begleiteten Umganges (1998). Die Arbeit mit Trennungs- und Scheidungsfamilien, Mediation und Konfliktlösung sowie die professionelle Durchführung begleiteter Umgänge sind eine Kernkompetenz des VbU.
Um auf den vielfältigen Bedarf an Hilfen für Jugendliche und Familien in der Region Tempelhof / Schöneberg professionell und flexibel reagieren zu können, erweiterte der VbU sein Angebot über die Jahre kontinuierlich und bietet nun Unterstützung aus einer Hand in allen Bereichen der Hilfen zur Erziehung an. Auch Hilfen für behinderte Menschen nach dem SGB XII sind mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Angebote.
Kooperationsvereinbarungen mit verschiedenen Schulen im Bezirk und die Durchführung schulbezogener Projekte sind eine natürliche Konsequenz unseres ganzheitlichen, sozialräumlichen Ansatzes und werden kontinuierlich erweitert.
Der Leitgedanke des VbU ist eine ressourceorientierte Hilfe zur Selbsthilfe.
Akzeptanz und Toleranz unterschiedlicher Sicht- bzw. Lebensweisen, kulturelle Vielfalt und ein ganzheitlicher, systemischer Arbeitsansatz sind die Grundlagen unserer Arbeit. Deshalb ist es ein wesentlicher Grundsatz des VbU, eine möglichst enge Vernetzung mit allen bedeutsamen Akteuren des Sozialraumes zu etablieren und kontinuierlich auszubauen. Der Zusammenschluss des VbU mit den Verbundpartnern DWTS, KIDS und Nusz zum Trägerverbund ambulante Hilfen Tempelhof-Schöneberg im Oktober 2003 stellt deshalb einen wichtigen Meilenstein bezüglich unserer Ziele und des Selbstverständnisses unseres Vereins dar.

Leitbild des VbU

Im Konsens mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde ein für unser Haus stimmiges Leitbild entwickelt.
Wichtige Grundsätze sind für uns Akzeptanz, Respekt und Wertschätzung gegenüber den Kindern und Jugendlichen, ihren Ursprungsfamilien und deren weiteren sozialen Bezugssystemen. Die individuellen Probleme und Belastungen nehmen wir ernst und orientieren uns zugleich an den Stärken und Fähigkeiten der jungen Menschen und ihren Familien. Es gilt die vorhandenen Ressourcen aufzuspüren, um damit Kräfte wie Eigeninitiative, Mut und Selbstvertrauen für die jeweiligen Problemsituationen zu aktivieren und auf diesem Hintergrund entsprechende Lösungen zu finden. Für den VbU bedeutet dies, dass wir den Betreffenden grundsätzlich Kompetenz und Entwicklungsmöglichkeiten zuschreiben und die professionelle Unterstützung bieten, diese aufspüren, zu stabilisieren und auszubauen. Der Verein sieht seine Arbeit als "Hilfe zur Selbsthilfe".
Grundsätzlich ist es der Anspruch des VbU, sich aktiv einzusetzen für die Stärkung von Demokratiebewusstsein, Toleranz und Respekt bezüglich der kulturellen Vielfalt in unserer Region. Die Gleichstellung von Männern und Frauen bzw. Jungen und Mädchen ist ein natürlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses und unserer täglichen Arbeit.

Der VbU arbeitet nach den Prinzipien der Sozialraumorientierten Sozialen Arbeit:

° Konsequentes Ansetzen an den Interessen der Bewohner
° Aktivierende Arbeit und Förderung von Selbsthilfe
° Konzentration auf die Ressourcen der Bewohner und der Stadtteilinfrastruktur
° Zielgruppen- und bereichsübergreifende Arbeitsansätze
° Kooperation und Abstimmung der professionellen Ressourcen

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VbU identifizieren sich mit diesen Prinzipienen und setzen sich engagiert für deren Umsetzung ein.