Verein für betreuten Umgang e.V. (VbU)

Online-Beratung

Aufsuchende Familientherapie (AFT) richtet sich an Familien mit dem Ziel, therapeutische Unterstützung bei der Lösung ihrer Konflikte anzubieten.
Aufsuchende Familientherapie dient sowohl der Prävention bei Familien, um eine Verschärfung von Konfliktsituationen zu verhindern als auch der Krisenintervention in der Arbeit mit Familien, in denen es bereits zu einer Eskalation der Problemsituation gekommen ist.

Aufsuchende Familientherapie ist ein niedrigschwelliges Therapieangebot, das sich an den Alltagsproblemen orientiert und das das sprachliche Ausdrucksvermögen der Familienmitglieder berücksichtigt.

In den Gesprächen wird auf systemischer Grundlage unter Berücksichtigung der Mehrgenerationenperspektive und der unterschiedlichen Sichtweisen zum Problem an Lösungsmöglichkeiten gearbeitet, die die Familienmitglieder selbstständig in ihrem Alltag umsetzen.


Ziel der Aufsuchenden Familientherapie ist es, die Selbsthilfekräfte der Familie zu aktivieren und die vorhandenen Ressourcen bei der Problembewältigung zu nutzen.
Warum aufsuchende Familientherapie?

Mit der Aufsuchenden Familientherapie können Familien erreicht werden, für die Hindernisse bestehen, eine Therapie aufzusuchen. Konflikte können direkt vor Ort bearbeitet werden.

Mögliche Anlässe für eine Aufsuchende Familientherapie sind:

- Erziehungsprobleme
- Verhaltensauffälligkeiten
- Partnerkonflikte
- Krisen durch besondere familiäre Ereignisse (Trennung, Scheidung, Tod)
- Psychische und physische Erkrankungen
- Gewalt in der Familie

Mit wem?

Die Aufsuchende Familientherapie findet möglichst mit der gesamten Familie, nach Bedarf auch mit Teilen der Familie statt.

Wie oft?

Die Termine für die Sitzungen (10 bis 20) werden mit jeder Familie individuell vereinbart. Die Sitzungen finden i.d.R. vierzehntäglich statt, zu Beginn meist mit einer höheren Frequenz. Die Dauer der Therapie beträgt i.d.R. sechs bis neun Monate.

Wer?

Aufsuchende Familientherapie wird von zwei Familientherapeuten durchgeführt.

Die Therapeuten verfügen neben einem psychosozialen Hoch- bzw. Fachhochschulabschluss über eine mindestens 3-jährige zertifizierte familientherapeutische/systemische Weiterbildung.

Kosten?

Die Kosten für die Aufsuchende Familientherapie werden in der Regel vom Jugendamt im Rahmen des KJHG § 27 Abs. III getragen.
Das Therapieangebot richtet sich auch an Selbstzahler.


Aufsuchende Familientherapie § 27,3

Was ist aufsuchende Familientherapie?

Ziele der aufsuchenden Familientherapie